Wie alles begonnen hat!

Schweißgebadet wachte ich auf, aus diesem seltsamen Traum mit dem Torri und den Schmetterlingen. Was hatte das alles zu bedeuten? Es war nicht das erste mal, dass ich diesen Traum hatte, und jedes mal, wenn ich durch das Torri wollte, wachte ich in der Realität auf. Etwas Seltsames geht hier vor sich und ich begriff nicht, was es ist. Seufzend drehte ich mich zur rechten Seite und versuchte wieder einzuschlafen. Was mir zum Glück auch gelang! Den Rest der Nacht schlief ich sogar sehr gut.
Am Morgen stand ich auf, machte mir etwas zum Frühstück und zog meine Schuluniform an, um mich danach auf den Weg zu machen. Mein Name ist Shana Sawatari, ich bin 17 Jahre alt und wohne im Wohnheim der Schule. Ich habe rosarote Haare und blaue Augen; das kurz zu meiner Person.
Auf dem Weg zur Schule traf ich auf meine beste Freundin Hikaru Hashimoto, die mich wie jeden Morgen auch gleich in den Arm nahm. „Hey Süße, alles klar?“, fragte sie mich und ich nickte daraufhin nur kurz, umarmte sie ebenfalls und fragte: „Bei dir denn auch?“ „Na klar!“ Sie lächelte. Hikaru ging in dieselbe Klasse wie ich, ist ebenfalls 17 Jahre alt und wohnte bei ihren Eltern. Sie ist aus reichem Haus, aber man merkt es ihr nicht an, nicht wie den anderen hochnäsigen Zicken, die reiche Eltern hatten. Wahrscheinlich sind wir deswegen so gut befreundet, da sie auf dem Boden geblieben ist. Ihre Haare sind rot und ihre Augenfarbe ist ebenfalls blau. Zusammen schlenderten wir also zur Schule.

Die Schule verlief recht ruhig, zumindest bis zur Pause. In der Pause lief ich nämlich zur Cafeteria, um mir ein Brötchen zu holen. Dort gab es einfach die besten Brötchen der Welt und ich kaufte mir fast jeden Tag eines. Danach ging ich zu dem Treffpunkt, an dem ich mich immer mit Hikaru traf, denn diese kümmerte sich in der Zeit um ihre Hausaufgaben oder las ein Buch. Als ich aber an diesem Tag zu unserem Treffpunkt kam, war sie nicht da. Verwirrt sah ich mich um und suchte sie.
Ich fand sie nach langem Suchen auch angelehnt an einen Baum im Schulhof, schlafend. Natürlich versuchte ich sie zu wecken. „Hika? Hika!“ Ich rüttelte an ihr und dann machte sie auch endlich die Augen auf. „W-was? Shana?!“ Die Rothaarige rieb sich ihre Augen und schenkte mir ein Lächeln. „Was war denn los?“, fragte ich besorgt. „Nichts, ich weiß auch ehrlich gesagt nicht, wie ich hierhergekommen bin. Ich kann mich nur noch an die rubinroten Schmetterlinge erinnern.“ Da traf mich plötzlich der Schlag, es war wie ein stechen im Herz. „Rubinrote Schmetterlinge?“, fragte ich noch einmal nach. „Ja!“, gab sie mir als Antwort. „Ich träume am Tage des Öfteren von ihnen. Ich stehe vor einem Torri und da sind diese Schmetterlinge.“ „Rubinrot?“, fragte ich abermals. „Ja!“ Sie sah mich besorgt an. „Wieso?“ „Weil ich denselben Traum in der Nacht habe, aber mit saphirfarbenen Schmetterlingen.“ Erschrocken hielt sie sich die Hände vor den Mund. „Was hat das zu bedeuten?“ „Ich weis es nicht…“, gab ich ihr besorgt als Antwort.

Plötzlich umgab uns ein Bannkreis, bevor wir aber verstanden, was da eigentlich passierte, standen wir beide vor diesem Torri mit den eben besagten Schmetterlingen. Rubinrote und Saphirblaue umkreisten uns, drängten uns zu dem Torri. Ich half meiner besten Freundin hoch und sie griff sofort nach meiner Hand. „Ich weiß nicht, ob das eine so gute Idee ist.“, sagte ich mit zitternder Stimme. „Wenn wir es nicht tun, wissen wir nie, wieso wir denselben Traum immer und immer wieder haben und wieso wir jetzt hier zusammen stehen.“ Sie ging einige Schritte voraus und ich folgte ihr. Langsam und bedächtig. Als wir gemeinsam durch das Torri schritten, umgab uns ein grelles, fast schon unangenehmes Licht.